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Unternehmen | 30.07.2018

Aufnahme bei den Jüngern Gutenbergs

Das Gautschen, wie der alte Brauch ­genannt wird, kann als eine Art Taufe gesehen werden, ausserdem sollen den angehenden Berufsleuten die schlechten Gewohnheiten aus den Lehrjahren ­abgewaschen werden. Während des Gautschens hält der Gautschmeister eine Ansprache an den Jünger und das umstehende Publikum: «Packt an! Lasst seinen Corpus Posteriorum fallen auf diesen nassen Schwamm, bis triefen beide Ballen. Der durstigen Seele gebt ein Sturzbad oben drauf, das ist dem Sohne Gutenbergs die beste Tauf.» Auf den Ruf des Gautschmeisters «Packt an!» wird der Jünger gefasst und auf einen nassen Schwamm gesetzt. Es muss dafür gesorgt werden, dass das Hinterteil gehörig angefeuchtet wird. Nun wird er von oben herab begossen, sodass der Jünger am ganzen Körper pudelnass wird. Zu guter Letzt wird der Jünger in einen Brunnen gesetzt.
Athalja Würsch, Leonid Bosilkov, Andrea Winterberger und Patrick Matanovic, welche in den letzten Jahren im Dienste der Druckerei Odermatt standen, kamen am letzten Donnerstag, 14. Juni 2018 in den «Genuss» des Gautschens. Unter den Augen ihrer Familien und der Mitarbeiter der Druckerei wurden sie als «echte Schwarzkünstler» feierlich von den Jüngern Gutenbergs in deren Kreis aufgenommen.
 
Lou Pless, Polygraf 3. Lehrjahr
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